Erfahrung teilen!

Veröffentlicht am 16. Dezember 2013
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„Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt“

xmas13Es gibt gute Beispiele, dass Teilen effizienter ist als Besitzen.  Oder macht es etwa Sinn, dass in einer Wohnanlage mit Kleingärten jede/r einen eigenen Rasenmäher kauft? Im Bereich des Erwerbs von Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen und in Entsprechung dazu bietet etwa Peer to Peer Lernen enorme Vorteile hinsichtlich aufzuwendender Ressourcen, unabhängig davon, dass durch kooperative Lernmethoden hegemoniale Strukturen und Inhalte in Frage gestellt und korrigiert werden können. Nicht jede/r muss notwendigerweise den gleichen Workshop besuchen, den gleichen Expert/innen Gehör schenken, das Gleiche lernen und dabei möglicherweise auch noch viel Geld ausgeben. So gesehen irrte Albert Schweitzer: Glück ist nicht das Einzige, das wächst, wenn man es teilt. Weiterlesen

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Veröffentlicht am 27. Juni 2013
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NotizWie jedes Jahr organisiert inspire thinking auch 2013 eine Tagung im Themenbereich Basisbildung und Alphabetisierung. Heuer nicht wie gewohnt im Frühjahr, sondern im September. Da der Weltalphabeti-sierungstag dieses Jahr auf einen Sonntag fällt und Tagungen an Sonntagen schwer zu füllen sind, hat man sich auf den 12. September 2013 geeinigt. Beworben werden muss die Veranstaltung natürlich schon jetzt. Vor kurzem wurde einfach:komplex – so der Titel der Tagung – über Facebook verbreitet.

 

Aus purer Neugier

Da man natürlich neugierig ist zu erfahren, wie das Ganze bei den Leuten ankommt, werden die Reaktionen auf die Ankündigung in den nächsten Tagen studiert. Einigen InteressentInnen wird aus purer Neugier nachgegangen. Weiterlesen

Basisbildung und Gender?

Veröffentlicht am 17. April 2013
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Genderkompetenz in der Basisbildung? Ist das nicht ein bisschen zu „abgehoben“, zu „hoch“ für uns?
Der Ansicht bin ich nicht, und dabei werde ich auch von Jürgen Budde und Angela Venth unterstützt, die in ihrem Buch „Genderkompetenz für lebenslanges Lernen: Bildungsprozesse geschlechterorientiert gestalten“ (Bertelsmann 2010) schreiben:
„Genderkompetenz ist […] kein „Luxusthema“, sondern eine zentrale Schlüsselkompetenz für das pädagogische Personal bei der Bewältigung sozialer und beruflicher Anforderungen.“ (23)
Die Idee, „zuerst einmal“ lesen und schreiben zu lernen, um sich dann „höheren Themen“ wie politischer Bildung, Partizipation oder eben Gender zu widmen, funktioniert nicht, sondern zeugt meiner Meinung nach vielmehr von einer problematischen Einstellung gegenüber Menschen mit Basisbildungsbedarf.
Der Begriff „Gender“ bezeichnet im weitesten Sinne das soziale Geschlecht eines Menschen, im Gegensatz zum englischen „sex“, dem biologischen Geschlecht. Im Deutschen gibt es keine Termini, die diesen Gegensatz widerspiegeln.
Gender BasicsIn der Definition von Barbara Hey (aus: Mörth, Anita P. / Hey, Barbara (Hg.): „Geschlecht und Didaktik“, Leykam 2010):
„Gender bezieht sich auf historisch und kulturell bedingte Mechanismen und bezeichnet kein Merkmal einer Person, sondern jene kulturelle Konstruktion, die für eine Gesellschaft festlegt, welche Rollen, Verhaltenszuschreibungen, Arbeits- und Handlungsfelder sowie sozialen Chancen mit der jeweiligen Geschlechtszugehörigkeit verbunden sind.“ (Hey 2010: 1)
Dies bedeutet somit, dass „Frau-Sein“ oder „Mann-Sein“ von Kultur zu Kultur unterschiedliche Auswirkungen hat, verschiedene Dinge ermöglicht oder manches, was zum Beispiel in Österreich als „selbstverständlich weiblich“ gilt, in einer anderen Gesellschaft „typisch männlich“ wäre oder keinerlei geschlechtliche Konnotation hätte – ein wichtiger Punkt der Bewusstmachung für Trainerinnen und Trainer, deren Teilnehmende Migrationshintergrund haben! Weiterlesen

Zählen statt Rechnen – Was tun?

Veröffentlicht am 10. April 2013
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Fingerbild

Fingerbild

Rechenproblemen liegen zumeist falsche Vorstellungen und Strategien zugrunde.
Die häufigste Fehlvorstellung besteht darin, Zahlen nicht als Gesamtheiten (als Zusammensetzungen aus anderen Zahlen), als „Wie viel?“, sondern als Rangplätze („der Wievielte?“) zu sehen. Additionen werden daher durch „weiterzählen“ im Kopf, oder mit Zuhilfenahme der Finger gelöst, Subtraktionen durch „zurückzählen“. Dies erfordert ein hohes Maß an Konzentration, birgt die Gefahr in sich, sich um eins zu verzählen und verunmöglicht die Automatisierung einfachster Grundrechnungen.
Zählverbote lösen dieses Problem nicht, da es den Personen nicht möglich ist, die Aufgabe auf andere Art zu lösen. Es muss daher zunächst eine Alternative zum zählenden Rechnen erarbeitet werden.

Der erste entscheidende Schritt besteht im Aufbau eines Zahlverständnisses, nämlich dass mit dem ausgesprochenen Zahlwort alle bis dorthin gezählten Elemente gemeint sind.  Weiterlesen

Yes, you can!

Veröffentlicht am 26. März 2013
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einsiedlerkrebsVor einigen Wochen tauchte eine junge Frau in meiner Kurspause auf. Sie bedankte sich im Namen ihrer Mutter  in astreinem Deutsch dafür, dass das, was für die Mutter – und übrigens auch für die ganze Familie – unmachbar erschien, doch funktioniert hat: Nasimeh  kann schreiben und ihr Deutsch wird immer besser. Nasimehs Tochter erzählte mir, wie glücklich ihre Mutter darüber sei, denn sie selbst hätte schon gar nicht mehr daran geglaubt, dass es irgendwann mit dem Schreiben klappen könnte. Solche – auch für TrainerInnen – wunderschönen Erlebnisse und die Reflexionen meiner Praxis machen mir immer bewusster, welche zentrale Rolle der Glaube an die LernerIn, die Zuversicht und die Ermutigung während des Lernprozesses spielen.

Die Kategorien „Ermutigung“, „Ermunterung“, „Aufmunterung“ und „Mut“ sind schon sehr lange explizite und implizite Elemente des pädagogischen Denkens, doch scheinen diese Begriffe derzeit eine Renaissance zu erleben. Beschäftigt man sich mit aktuellen Publikationen aus den Bereichen Didaktik, Psychologie, Pädagogik und Neurowissenschaften, so stößt man unweigerlich auf den Begriff Ermutigung. Weiterlesen