Lesen lernen

Veröffentlicht am 3. September 2013
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Eine feste Verbindung zwischen Buchstabe und Laut ist eine Grundvoraussetzung für das Lesen lernen. Eine Möglichkeit diese herzustellen besteht in der Verwendung von individuellen Anlauttabellen. Hierfür wird jeder Buchstabe mit dem Bild eines „Lieblingswortes“ das mit dem entsprechenden Laut beginnt verbunden. Sollte das gleichzeitige Merken von Groß- und Kleinbuchstaben eine Überforderung darstellen, ist es sinnvoll sich zunächst nur auf die Kleinbuchstaben zu beschränken, da diese häufiger vorkommen. Für besonders schwer zu merkende Buchstabe-Laut-Verbindungen hat sich der Einsatz von „Assoziationshilfen“ bewährt:

e lefant

e lefant

  • Erleben des Sprechbewegungsablaufes beim Aussprechen des Lautes (beim „e“ etwa, werden die Mundwinkel weit auseinandergezogen)
  • Herstellung einer optischen Verbindung zur Form des Buchstabens (das „e“ passt in Kopf und Rüssel eines Elefanten der nach links sieht)
  • Einsatz von Lautgebärden (Daumen und Zeigefinger werden gespreizt und vor die auseinandergezogenen Mundwinkel gehalten, sie symbolisieren gleichzeitig die Stoßzähne des Elefanten), … Weiterlesen

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Veröffentlicht am 27. Juni 2013
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NotizWie jedes Jahr organisiert inspire thinking auch 2013 eine Tagung im Themenbereich Basisbildung und Alphabetisierung. Heuer nicht wie gewohnt im Frühjahr, sondern im September. Da der Weltalphabeti-sierungstag dieses Jahr auf einen Sonntag fällt und Tagungen an Sonntagen schwer zu füllen sind, hat man sich auf den 12. September 2013 geeinigt. Beworben werden muss die Veranstaltung natürlich schon jetzt. Vor kurzem wurde einfach:komplex – so der Titel der Tagung – über Facebook verbreitet.

 

Aus purer Neugier

Da man natürlich neugierig ist zu erfahren, wie das Ganze bei den Leuten ankommt, werden die Reaktionen auf die Ankündigung in den nächsten Tagen studiert. Einigen InteressentInnen wird aus purer Neugier nachgegangen. Weiterlesen

Leben und lernen

Veröffentlicht am 6. Mai 2013
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Die Ausrichtung der österreichischen Bildungspolitik, die Menschen in ihrem Entwicklungs- und Bildungsprozess zu fördern, zu unterstützen und zur Selbstverantwortlichkeit zu führen ist eine grundsätzlich wichtige Überlegung.

Bildung zieht Kreise

Die Gehirnforschung belegt eindeutig, dass wir durch Lernen unser Gehirn bis ins hohe Alter aktiv halten und selbstverantwortliches Handeln im engen Zusammenhang mit der Möglichkeit zur Bildung steht.
Wenn es jedoch durch die Strategie des lebensbegleitenden Lernens zu einer Überbetonung der Bildung, speziell im Hinblick auf  „Weiterentwicklung“ – das „Werden“ kommt, dann ist diese Ausrichtung zu einseitig. Es wird wieder zu einer Gegenbewegung kommen, die mehr das  „Sein“ als Schwerpunkt sieht.
Wir leben in einem Spannungsfeld der Polarität. Auf der einen Seite das „Sein“ auf der anderen Seite das „Werden“. Wir bewegen uns innerhalb dieses Feldes und die  „Mitte“ ist der ausgeglichene Zustand.
Meine Meinung ist, dass Bildung / lebensbegleitendes Lernen eine Verknüpfung zwischen dem „Sein“ und dem „Werden“ ermöglichen muss. Dieser Verknüpfungsprozess ermöglicht, dass das Wissen dauerhaft in der Persönlichkeit verankert wird.
Sein & Werden
Lebensbegleitendes Lernen bzw. Bildung ist ein natürlicher Prozess und wichtig für uns Menschen. Lernen ist jedoch nur im Rahmen der persönlichen Freiheit möglich und im ganzheitlichen Ansatz, der das Sein und Werden mitsammen verbindet: Bildung als Prozess der Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung.

Basisbildung ist die Vorstufe zum selbstgesteuerten Prozess des lebensbegleitenden Lernens und schafft die Voraussetzungen dafür. Es ist ein Türöffner und Mittler.