Lesen lernen

Veröffentlicht am 3. September 2013
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Eine feste Verbindung zwischen Buchstabe und Laut ist eine Grundvoraussetzung für das Lesen lernen. Eine Möglichkeit diese herzustellen besteht in der Verwendung von individuellen Anlauttabellen. Hierfür wird jeder Buchstabe mit dem Bild eines „Lieblingswortes“ das mit dem entsprechenden Laut beginnt verbunden. Sollte das gleichzeitige Merken von Groß- und Kleinbuchstaben eine Überforderung darstellen, ist es sinnvoll sich zunächst nur auf die Kleinbuchstaben zu beschränken, da diese häufiger vorkommen. Für besonders schwer zu merkende Buchstabe-Laut-Verbindungen hat sich der Einsatz von „Assoziationshilfen“ bewährt:

e lefant

e lefant

  • Erleben des Sprechbewegungsablaufes beim Aussprechen des Lautes (beim „e“ etwa, werden die Mundwinkel weit auseinandergezogen)
  • Herstellung einer optischen Verbindung zur Form des Buchstabens (das „e“ passt in Kopf und Rüssel eines Elefanten der nach links sieht)
  • Einsatz von Lautgebärden (Daumen und Zeigefinger werden gespreizt und vor die auseinandergezogenen Mundwinkel gehalten, sie symbolisieren gleichzeitig die Stoßzähne des Elefanten), … Weiterlesen

Workshops Workshops Workshops

Veröffentlicht am 29. August 2013
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HintergrundWie bereits an anderer Stelle hingewiesen fördern die Nationalagenturen für Lebenslanges Lernen  2013/14 schwerpunktmäßig Workshops zum Thema Literacy. Grundtvig Workshops bringen Fachkräfte aus dem Bereich “Alphabetisierung für Erwachsene” aus mehreren Ländern zusammen und helfen ihnen dabei, ihre praktische Lehre, Coaching, Beratung, Management-Fähigkeiten etc. zu verbessern.“

Der Workshopkatalog liegt nun vor.

Lässt man die sieben von österreichischen Einrichtungen angebotenen Workshops außer acht, so kann man aus mehr als 200 Angeboten wählen. Keine leichte Aufgabe, hier etwas Passendes zu finden. Über die Qualität der Angebote lässt sich nur mutmaßen. Naheliegend und möglicherweise aufgrund fehlender sprachlicher Barrieren empfehlenswert sind die deutschen Angebote. Weiterlesen

Ziele in der Basisbildung

Veröffentlicht am 26. August 2013
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„Cheshire-Puss, […] [w]ould you tell me, please, which way I ought to go from here?“ “That depends a good deal on where you want to get to,” said the Cat. “I don’t much care where -“ said Alice. “Then it doesn’t matter which way you go,” said the Cat.
“- so long as I get somewhere,” Alice added an explanation. “Oh, you’re sure to do that,” said the Cat, “if only you walk long enough.” (Carroll 1865/1998: 56)
ZielscheibeManchmal geht es Lehrenden so, wie die Grinsekatze der sich im Wunderland umherirrenden Alice in ihrem Dialog vorschlägt: Man geht einfach mal irgendwohin los, dann wird man schon auch irgendwo ankommen. Um diese Orientierungslosigkeit zu vermeiden und auch den Lernenden nicht zuzumuten, ist das Konzept der Zielorientierung sinnvoll: Wenn wir alle klare Ziele vor Augen haben, dann können wir uns an ihnen festhalten und werden nicht vom Weg abkommen.
Als Lehrende in Kursen sind wir jedoch nicht alleine unterwegs, sondern gemeinsam mit Lernenden; was also, wenn unsere und ihre Ziele sich nicht decken? Gehen wir dann erst recht verschiedene Wege? Weiterlesen

Liebe Grüße von der Kompetenzfee*

Veröffentlicht am 2. Juli 2013
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Workshop1Im Rahmen des Praxis Basisbildung Netzwerktreffens trafen sich letzte Woche PraktikerInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen  im Basisbildungszentrum abc Salzburg, um im Workshop Widerstand als Motivation mit Paul Lahninger neue Impulse für die Arbeit zu gewinnen. Die TeilnehmerInnen aus den Einrichtungen Basisbildungszentrum abc Salzburg, BHW NÖ, Clearing-house Salzburg, inspire thinking und ISOP waren ohne Übertreibung restlos begeistert. Nicht Fachdidaktik sondern die Stärkung personaler Kompetenzen stand im Mittelpunkt des Workshops. Unabhängig vom jeweiligen beruflichen Kontext boten sich wertvolle Anhaltspunkte und Ideen für die eigene Praxis. Weiterlesen

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Veröffentlicht am 27. Juni 2013
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NotizWie jedes Jahr organisiert inspire thinking auch 2013 eine Tagung im Themenbereich Basisbildung und Alphabetisierung. Heuer nicht wie gewohnt im Frühjahr, sondern im September. Da der Weltalphabeti-sierungstag dieses Jahr auf einen Sonntag fällt und Tagungen an Sonntagen schwer zu füllen sind, hat man sich auf den 12. September 2013 geeinigt. Beworben werden muss die Veranstaltung natürlich schon jetzt. Vor kurzem wurde einfach:komplex – so der Titel der Tagung – über Facebook verbreitet.

 

Aus purer Neugier

Da man natürlich neugierig ist zu erfahren, wie das Ganze bei den Leuten ankommt, werden die Reaktionen auf die Ankündigung in den nächsten Tagen studiert. Einigen InteressentInnen wird aus purer Neugier nachgegangen. Weiterlesen

Yes, you can!

Veröffentlicht am 26. März 2013
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einsiedlerkrebsVor einigen Wochen tauchte eine junge Frau in meiner Kurspause auf. Sie bedankte sich im Namen ihrer Mutter  in astreinem Deutsch dafür, dass das, was für die Mutter – und übrigens auch für die ganze Familie – unmachbar erschien, doch funktioniert hat: Nasimeh  kann schreiben und ihr Deutsch wird immer besser. Nasimehs Tochter erzählte mir, wie glücklich ihre Mutter darüber sei, denn sie selbst hätte schon gar nicht mehr daran geglaubt, dass es irgendwann mit dem Schreiben klappen könnte. Solche – auch für TrainerInnen – wunderschönen Erlebnisse und die Reflexionen meiner Praxis machen mir immer bewusster, welche zentrale Rolle der Glaube an die LernerIn, die Zuversicht und die Ermutigung während des Lernprozesses spielen.

Die Kategorien „Ermutigung“, „Ermunterung“, „Aufmunterung“ und „Mut“ sind schon sehr lange explizite und implizite Elemente des pädagogischen Denkens, doch scheinen diese Begriffe derzeit eine Renaissance zu erleben. Beschäftigt man sich mit aktuellen Publikationen aus den Bereichen Didaktik, Psychologie, Pädagogik und Neurowissenschaften, so stößt man unweigerlich auf den Begriff Ermutigung. Weiterlesen