Renate Ömer

Über Renate Ömer

Renate Ömer ist gelernte DaF-Lehrerin und IT-Organisatorin. Arbeitsschwerpunkte: Methodik & Didaktik IKT, Mathematik mit Lebensweltbezug, Kompetenzorientierung. Bis 1999 Diplomstudium Komparatistik & Germanistik (DaF), bis 2008 IT-Organisation Teich AG, ab 2009 Lernbegleiterin Basisbildung, seit 2011 Projektarbeit Social Media in der Basisbildung.

Social Media Szenario (3)

Veröffentlicht am 11. April 2014
von

VON BUCHSTABEN ZU WÖRTERN

Buchstaben / Silben einfliegen lassen

Eine Präsentation mit einfliegenden Buchstaben oder Wörtern (z. B. Power Point auf facebook oder YouTube, Prezi) ansehen, mitlesen, kommentieren und vielleicht selber machen.

Kurz beschrieben

Im Vordergrund steht das Lesen (phonologisches Recodieren) von Wörtern und Sätzen in digitalen Medien. Aus dem Hintergrund wirken im Idealfall das digitale Design und die Animationen als zusätzliche Motivation.

Prezi (TM)

Satzaufbau als Präsentation auf Prezi™

Läuft so ab
1. Buchstaben am Gummiband fixieren, auseinanderziehen und beim Lesen laut- oder silbenweise locker lassen. Das geht am besten zu zweit.
2. Vorbereitete PowerPoint-Präsentation oder Prezi (s. u. Materialien) mit der Aufforderung ansehen mitzulesen.
3. Die Gruppe den Gummiband-Effekt beider Medien beurteilen lassen.
4. Kleingruppen nach ihren Vorlieben bilden lassen.
5. Wörter oder Sätze festlegen (aufschreiben!), die mit Gummiband oder Präsentationen gebildet werden sollen.
6. Zeit zur Ausarbeitung geben.
7. Präsentieren lassen und Anstrengungen würdigen.

Unterstützt diese Ziele

Laute verbinden und einschleifen, Laut-Buchstaben-Entsprechungen festigen, räumliche Orientierung (Reihenfolge, Lese-/Schreibrichtung), Aufmerksamkeitssteigerung durch Animationen und Online-Kommunikation, Teamfähigkeit: Rollen einhalten und kontrollieren, Gruppenkommunikation (sich einigen, aktiv zuhören), Medienkompetenz: Medieninhalte bewerten, Umsetzungskompetenz, Aktivitätskompetenz. Weiterlesen

Social Media Szenario (2)

Veröffentlicht am 12. März 2014
von

Es ist in der digitalen Kommunikation kaum denkbar, sich zu präsentieren, ohne akzeptabel schreiben zu können“, schreibt Philippe Wampfler am 21.11.2013 in seinem Blog, – und: “Beziehungen werden meist schriftlich angebahnt: Kommentare werden verfasst, Nachrichten ausgetauscht.“ Das ist der brauchbare Nutzen, den die Kursteilnehmenden von der Beschäftigung mit Social Media haben: Sie können an realen Beziehungen virtuell anknüpfen, neue Beziehungen virtuell anbahnen. Das ist gemeinhin das, was wir unter sozialer Teilhabe verstehen. Welche Möglichkeiten der Arbeit mit digitalen Medien in der Alphabetisierung und Basisbildung möglich sind, folgt hier:

VON BUCHSTABEN ZU WÖRTERN

Sprachsteuerung und Sprachausgabe

o Handy
Sprachsteuerung für Google-Suche, Sprachsteuerung für das SMS-Schreiben, Sprachsteuerung für Notiz-Erstellung
o Sprachausgabe am Win7-PC
Standardmäßig ist unter Windows 7 und Windows 8 eine amerikanische Stimme installiert. Diese Stimme kann deutsche Texte nur unverständlich vorlesen. Aus Lizenzgründen bietet Microsoft derzeit keine kostenlose deutsche Stimme zum Download an.
o Vorlesen lassen mit balabolka oder eSpeak
Tipp: Anleitung zur Installation deutscher Stimmen auf Clemi’s Seh-Blick
o Online vorlesen lassen auf naturalreaders.com
o iPad®: Screen Reader
Aktivierung direkt über den Touch Screen: gewünschte Textstelle markieren und „Sprechen“ aus dem Kontextmenü auswählen. Lesegeschwindigkeit ändern und gelesene Wörter hervorheben ist unter Einstellungen – Bedienungshilfen – Auswahl vorlesen möglich.

Kurz beschrieben

Bei der Sprachsteuerung zerlegt der Computer die aufgenommenen Sprechsequenzen in kleine Lauteinheiten. Dann sucht er aus seinem System das passende Schriftbild und zeigt es an. So können z. B. mit handelsüblichen Smartphones Suchwörter in Google eingesprochen, ein SMS diktiert, eine Sprachnotiz aufgenommen werden usw.

GOOGLE Sprachsuche
GOOGLE Sprachsuche

Damit lässt sich lebensnah trainieren und anwenden, was im Anfangsunterricht der Basisbildung gelernt wurde: Laute zu Silben und Wörtern verbinden, um Geschriebenes zu lesen; und umgekehrt: selbst Geschriebenes durch den Computer vorlesen lassen, um zu kontrollieren, ob es wieder in Sprache umgesetzt werden kann.
Geschriebenes kann vom Computer akustisch ausgegeben werden. Dazu sind mittlerweile keine teuren Programme mehr nötig. Mit Standardeinstellungen und Online-Anwendungen ist bereits eine akzeptable Sprachausgabe möglich.
Für den Anfangsunterricht in der Basisbildung lässt sich Sprachausgabe zur Selbstüberprüfung beim Lesen und Schreiben nutzen. Außerdem ermöglicht sie den Lernenden, in den (Hör-)Genuss längerer Texte zu kommen. Weiterlesen

Social Media Szenario (1)

Veröffentlicht am 5. März 2014
von

Bei Schreiben im Social Web denken die Netz-Affinen reflexartig an Posten, Bloggen, Twittern oder Wikis. Doch was bringen die schriftbasierten Kommunikationsinstrumente des „Mitmach-Netzes“ den Leuten, die weder mit Informationen handeln noch sich selbst vermarkten wollen? V.a. dann, wenn sie die schriftsprachlichen Kompetenzen nicht besitzen, die dabei vorausgesetzt werden?
Die Erfahrung zeigt, dass sich Erwachsene am ehesten zum Schreiben motivieren lassen, wenn

  • sie das Gelernte unmittelbar in ihrem Lebensumfeld anwenden können.
  • das Lernziel für sie erreichbar scheint.
  • sie Schreiben für die beste Lösung für die Aufgabenstellung halten.
  • sie Selbstbestätigung oder Anerkennung daraus erfahren.

Die Reihenfolge und Gewichtung dieser Faktoren ist individuell natürlich verschieden, was sich dementsprechend auf die Arbeit in der Gruppe auswirkt. Je besser die Kursleitung diesen Bedürfnissen anfangs entgegenkommen kann, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Teilnehmenden auf die „Schreibarbeit“ einlassen.

Von Buchstaben zu Wörtern

WÖRTER AUF- UND ABBAUEN

KURZ BESCHRIEBEN

Wortaufbau Name

Wörter werden zur Festigung der Laut-Reihenfolge Laut für Laut (nicht Buchstabe für Buchstabe) aufgebaut:

  • Einigung der Gruppe auf eine Liste von Wörtern
  • Wortliste abarbeiten oder Wortanfänge fortsetzen lassen
  • Reihenfolgen und Rollen
    Reihenfolge der eingebenden Personen festlegen
    Rollen:
    1 Rolle pro Person oder Personen schlüpfen bei Bedarf hinein: Stopp-Rolle (für Korrekturen oder Tempoanpassungen): Korrektur-Rolle, Rollen-Kontrolle, …

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Adventure: Basic Numeracy

Veröffentlicht am 30. April 2013
von
Matheomatik Arena

Matheomatik Arena

Faszinierende Perspektiven, spannende Beweise und herrliches Wetter: das war das 1. Adventure in Basic Numeracy.
Über die Vermessung des eigenen Körpers wurden Längen und Maße geschult. Mit Körperlängen im Verhältnis zu Gegenständen in der Natur ließ sich auf faszinierende Art und Weise die Höhe eines Hochstandes oder die Anzahl der Raummeter eines Holzstoßes errechnen. Und wie hilfreich dabei ein rechter Winkel ist, war auf einmal sonnenklar. Von den Grundrechenarten bis zur Ellipsen-Formel wurde bewiesen und berechnet. Wie grundlegend dabei die Kommunikation und das Vertrauen sind, erlebten alle in Team-Aufgaben. Die Ergebnisse aus einer wirkungsvollen Zusammenarbeit waren beeindruckend. Lernfortschritte und Selbstwertsteigerung fallen dabei praktisch als Nebenprodukte an.
Alles in allem: eine perfekte Verbindung von Erlebnis-Pädagogik und Outdoor-Mathematik.

Für alle, die es versäumt haben: Im September gibt es den nächsten Workshop!
Mehr dazu unter Adventure Workshops

Denken: kristallklar

Veröffentlicht am 20. November 2012
von

Das kleine Einmaleins des klaren Denkens: Das ist der Titel eines Lebensratgebers der anderen Art: Christian Hesse bietet darin “22 Denkwerkzeuge für ein besseres Leben” an.  Was das bessere Leben ist und wie man es entwickelt, darüber lässt sich vortrefflich streiten. In der Vorstellung des Autors findet es jedenfalls seinen Cover des Buches 'Das kleine Einmaleins des klaren Denkens'Ausgangspunkt im klaren Denken. Attraktiv daran ist die Annahme, dass alle Menschen denken können. Und: Das Denken funktioniert umso besser, je öfter eine Person es tut und je größer der Nutzen ist, den sie daraus zieht. Nachvollziehbar – und leicht verständlich – sind dann auch die angebotenen Denkwerkzeuge: Analogieprinzip, Einschluss-Ausschluss-Prinzip, Gegenteilsprinzip, schrittweise Annäherung usw. Das Buch enthält alles von profunden Einsichten  bis hin zu absurden mathematischen Spielereien – von einem Autor, der Mathematiker ist, sicher nicht anders zu erwarten … Der besondere Reiz daran ist das Bauchladen-Format: Der Autor geht immer von tatsächlichen Problemen aus und beschreibt nachvollziehbar Lösungsmethoden: wie ein Alltagsratgeber, wie im richtigen Leben … Weiterlesen